Workshop: Klassismus in den Medien

Wie lässt sich klassistische Diskriminierung und Sprache in journalistischen Beiträgen analysieren? Was bedeutet diskriminierungsarme bzw. respektvolle Berichterstattung im Kontext sozialer/ökonomischer Benachteiligung und Armut? Und wie sind soziale Herkunft und der Zugang zum Arbeitsfeld Journalismus miteinander verknüpft?

Gemeinsam mit Vina Yun (Idee) habe ich im Mai einen Workshop zu diesen Themen gestaltet, ermöglicht hat ihn das Referat für Working Class Students der ÖH Uni Wien. Nachdem wir in den Räumlichkeiten von Radio Orange zu Gast waren, hat Jaqueline Gam vor Ort gleich eine Radiosendung für ihre Reihe „Medienkritik Orange“ produziert. Und diese Sendung könnt ihr hier nachhören.

Falls ihr auch Interesse an einem solchen Workshop in eurer Institution habt – meldet euch!

an.schläge – weil es feministische Medien braucht

Beim feministischen Magazin an.schläge arbeite ich seit 2013. Auch wenn es technisch gesehen nur ein (kleiner) Teil meiner selbständigen Tätigkeit (-> EPU, Ein-Personen-Unternehmen) ist, stecken nicht nur viele, viele Arbeitsstunden, sondern auch mein Herzblut in diesem Projekt. Einerseits ist da viel unterbezahlte und wenig prestigeträchtige Arbeit, andererseits ist es auch ein Privileg, ein so tolles, kritisches und unabhängiges Medium mitgestalten zu können. Medienarbeit fasziniert mich, seit ich mit 10 meine ersten Radiosendungen auf Band gesprochen habe. Ein Stück von diesem Selfmade-Charakter steckt auch in an.schläge: Die geringen Ressourcen zwingen dazu, kostengünstig über diverse Umwege für jedes Problem eine Lösung zu finden, immer wieder neue Kontakte zu knüpfen und unerschöpflich kreativ zu sein.

Auch wenn Eigenlob stinkt: Was die an.schläge seit 35 Jahren mit so geringen Mitteln abliefern, ist beeindruckend. Und weil es da ja eine neue Regierung gibt, könnte die nächste Budgetkürzung vor der Tür stehen – auch unter Schwarz-Blau I wurde die Bundesförderung gestrichen. Nachdem die an.schläge ohne diese Fördersumme nicht in der bestehenden Form weitermachen könnten, braucht es dringend neue Abonnent*innen – und zwar ganze 666. Ein Jahresabo kostet (im Inland) nur 38 Euro – die sich lohnen. Unser Crowdfunding, das noch fast 2 Wochen läuft, hält aber noch andere Goodies bereit (z.B. die schicke neue an.schläge-Tasche).

Holt euch doch ein Abo (oder verschenkt eines!) und helft mit, feministischen Journalismus in Österreich zu sichern. 8 x pro Jahr gibt es politische Analysen und Kommentare, Reportagen, Film- und Serientipps, kluge und unglaublich komische Kolumnen, Interviews mit Kulturschaffenden und Wissenschaftler*innen, Illustrationen – und niemals Feminismus, der nach rechts schielt, sondern klar intersektional und antirassistisch positioniert ist.

Gerade angesichts der aktuellen politischen Lage braucht es feministische Medien dringender denn je: die sachliche, unaufgeregte Analyse, den Schritt zurück, das unaufhörliche Skandalisieren des sexistischen + rassistischen Normalzustands, die Utopien und die beißende Satire. Auf www.anschlaege.eu gibt es alle Infos zum Crowdfunding – bitte gerne weiterverbreiten!

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Bildpunkt„: Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift der IG BILDENDE KUNST widmet sich dem Schwerpunkt Class Matters. Die Künstlerin Julischka Stengele hat darin (unverständliche) Interviewfragen mit einer großartigen Bildstrecke beantwortet.

In Österreich wurden neue Regelungen für den Privatkonkurs beschlossen. Irmi Wutscher erklärt auf FM4 Online, warum das für Menschen mit besonders niedrigen Einkommen eine Erleichterung darstellt.

Auf Diestandard.at habe ich mir die Figur der Fiona Gallagher in der US-Serie „Shameless“ angesehen.

In der österreichischen Tageszeitung „Die Presse“ sind zuletzt Texte erschienen, die Hartz IV als Erfolgsmodell preisen. Eine lesenswerte Replik kommt von Josef Wallner.

Die Performance des theaterpädagogischen Projekts „Willkommen in meinem Prekariat“ hat zwar schon am 19. Juni stattgefunden, auf der dazugehörigen Website findet ihr aber verschiedenes spannendes Material. Ulli Koch und Katharina Fischer haben außerdem einen lesenswerten Text über das Projekt in der aktuellen Ausgabe der an.schläge veröffentlicht.

Die aktuelle Ausgabe der an.schläge widmet sich dem Schwerpunkt Arbeit 4.0: Wie werden und wollen wir in Zukunft arbeiten?

„Die Ursachen für den europäischen Rechtsruck sind in der autoritär-neoliberalen Krisenpolitik der EU zu suchen, die ihre Mitgliedsstaaten zu drastischen Sparmaßnahmen und Sozialkürzungen anhält“, schreibt Hanna Lichtenberger in einem Kommentar in der aktuellen Ausgabe.

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Gesehen: Filme, Comedy & Co

Nachdem mir wie immer die Zeit für einen ausführlicheren Blogbeitrag fehlt, teile ich meine persönlichen Highlights aus Film und Fernsehen der vergangenen Monate mit euch. Empfehlung!

Dass Melissa McCarthy eine der großartigsten Comedians der Gegenwart ist, hat sie mit ihrer Sean Spicer Parodie wohl endgültig bewiesen. Hier die Auftritte, die ihr vermutlich eh schon alle gesehen habt.


Außerdem: Spice-Parodie Nr. 1 + Nr. 3.

 

Ich habe eine große Schwäche für Endzeit-Science-Fiction. Wenn die Protagonistinnen dann auch noch zwei Schwestern sind und eine von Ellen Page gespielt wird, ist der Mix perfekt. Empfehlung für „Into the Forest„:

 

Brit Marling ist eine meiner absoluten Lieblingsschauspieler*innen. In „Sound of My Voice“ verkörpert sie eine kalifornische Sektenführerin, die behauptet, aus dem Jahr 2054 zu kommen.

 

Bei „The Fall“ bin ich ambivalent: Einerseits kann ich keine Filme und Serien mehr sehen, in denen es um „Frauenmörder“ geht oder um Vergewaltigungsopfer, die Rache nehmen, aber da ist die großartige Gillian Anderson, in die man sich in dieser britischen Serie als Detective Superintendent Stella Gibson nur verlieben kann. Wer den den Serien-Titel in eine Suchmaschine eingibt, findet auf Anhieb berechtigte Kritik an „The Fall“ – aber habe ich Gillian Anderson schon erwähnt?

 

Berlin 2015: 140 Minuten, eine Kameraeinstellung: „Victoria“ muss mensch gesehen haben.

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„Außen behaart, innen verschlackt“: Die an.schläge im Herbst widmen sich dem Thema weibliche Reinheit.

Auf Diestandard.at habe ich zuletzt über den Marxismus-Feminismus-Kongress, die rechte Angst vor der „Gender-Ideologie“, tolle deutschsprachige Bloggerinnen mit Behinderung und die ägyptische Frauenrechtsaktivistin Mozn Hassan berichtet.

„Eine Verschärfung des Abtreibungsrechts wurde vorerst gestoppt. Aber auch so leiden viele Frauen“ – lesenswerter Text auf Freitag.de.

„Was Hillary Clintons Gesundheitszustand mit deinen Krankentagen zu tun hat“ – äußerst lesenswerter Beitrag von Charlott auf der Mädchenmannschaft.

Protest gegen die österreichische „Notverordnung„: sehenswerter Beitrag auf WienTV.

Für alle mit Netflix-Account: Die DokumentationShe’s Beautiful When She’s Angry“ über die US-amerikanische Frauen*bewegung kann ich euch wärmstens empfehlen.

Zum aktuellen Missy-Magazine durfte ich einen Kommentar zum Thema Hass gegen Politiker*innen beitragen.

Die österreichische Armutskonferenz macht sich gegen die Angriffe auf die Mindestsicherung stark.

Linke Bewegungen wie Podemos und Nuit Debout klingen oft wie Rechtsradikale“, spannendes Interview mit dem französischen Soziologen Didier Eribon in der Zeit.

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Die neuen an.schläge sind da und widmen sich dem Schwerpunkt Mädchenarbeit & emanzipatorische Erziehung. Ich habe unter anderem einen Kommentar zu Klassismus in antirassistischen Politiken beigesteuert. Und falls ihr noch ein Weihnachtsgeschenk sucht: Wie jedes Jahr gibt es eine Abo-Aktion, bei der ihr die an.schläge-Tasche kostenlos zu einem Jahresabo dazubekommt und zugleich feministischen Journalismus unterstützt!

Zum Nachhören: „Ob Kinder oder keine, entscheiden Frauen alleine“ – Brigitte Hornyik und eine langjährige feministische Aktivistin haben mit Radio Orange über den Schwangerschaftsabbruch, die österreichische Fristenregelung und Angriffe auf das Selbstbestimmungsrecht von Frauen gesprochen.

Passend dazu: „Attacks on abortion providers have increased since the Planned Parenthood videos“ – Bericht auf Vox.com.

„Selbstbestimmt Fehlgebären“ – ein persönlicher und informativer Bericht auf umstandslos.com.

Der Frauenring hat eine Stellungnahme zur geplanten Änderung des Asylgesetzes abgegeben: „Frauenrechte sind nicht teilbar„!

Am 3. Dezember findet im Metalab in Wien der erste Netzpolitische Abend mit drei spannenden Kurzvorträgen statt. Link zum Blog

Ebenfalls am 3. Dezember wird das Erscheinen des 1. fiber-Buchs gefeiert! Im Werk in Wien erwarten euch eine Lesung, Live Acts, DJanes und eine Tombola!

Femme Fiscale ist ein Netzwerk von ExpertInnen und AktivistInnen, die sich für eine geschlechtergerechte Steuer- und Budgetpolitik einsetzen. Folgt ihnen auf Facebook und bleibt auf dem Laufenden!

Die Kampagne „GewaltFREI Leben“ präsentierte am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ihre Ergebnisse. Für JournalistInnen steht die sehr nützliche Publikation „Verantwortungsvolle Berichterstattung für ein gewaltfreies Leben“ zum Download.

Warum Klimapolitik ein Geschlecht hat – Artikel von Oona Kroisleitner auf derstandard.at.

Für Diestandard.at habe ich einen Artikel über die Situation geflüchteter Frauen und LGBTs in Österreich geschrieben.

5 Jahre Denkwerkstatt

Huch, ich habe ihn fast übersehen, meinen Geburtstag. Oder besser gesagt: den Geburtstag meines Blogs. Ende 2009 habe ich meinen ersten Blogbeitrag auf der Denkwerkstatt veröffentlicht, fünf Jahre alt ist mein Lieblingsprojekt nun also schon. Ja, es ist immer noch mein Lieblingsprojekt, auch wenn ich kaum noch im eigentlichen Sinne blogge. Vor fünf Jahren habe ich nämlich noch studiert und weniger gearbeitet, dementsprechend war es einfacher für mich, Zeit fürs Bloggen zu reservieren. Hinzu kommt, dass ich mittlerweile öfter anderswo einen feministischen Text/Artikel veröffentliche – und den dann einfach hier reinstelle, anstatt einen eigenen Blogtext zu fabrizieren.

In diesen fünf Jahren hat sich zugleich sehr viel und sehr wenig getan. Ich bin mir nicht sicher, ob es 2009 bereits andere österreichische queer-feministische Blogs gab (ich kannte zumindest keine), 2015 sieht das ganz anders aus. Ich freue mich über jeden Blog, der hinzukommt, da sind  zum Beispiel Ulli Koch, die Sugarbox, der Futblog, Feminist Mum, MahriahShoebox CastleAuf Zehenspitzen – und Gerüchten zufolge soll demnächst ein toller (englischsprachiger) Blog starten. In Deutschland sieht es noch viel rosiger aus und ich finde es wirklich großartig, dass es die Mädchenmannschaft trotz personeller Wechsel noch immer und schon so lange gibt und das Team diesen enormen Arbeitsaufwand in ihr Projekt steckt.

Diese feministischen „Gegenstimmen“ braucht es dringend, queer-feministische Themen nehmen in den traditionellen Medien schließlich nicht viel – und schon gar nicht mehr – Raum ein. Diestandard.at – ein einzigartiges Projekt im deutschsprachigen Raum – ist etwa von massiven Kürzungen betroffen, die wenigen queer-feministische Printmedien kämpfen ums Überleben, im ORF (öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Österreich) gibt es weder spezifische Formate, noch finden queer-feministische Themen irgendwo ausreichend Platz (Ö1 ist eine der wenigen Ausnahmen und Ausnahmen bestätigen die Regel). In österreichischen Nachrichtenmagazinen sieht es zum Teil noch düsterer aus – eher finden da antifeministische Abhandlungen Platz. Der Falter bringt eine Feminimus-Beilage, wenn sie vom Frauenministerium finanziert wird (siehe Impressum), im Privat-TV gestaltet sich die Situation ähnlich wie beim ORF.

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Aber glücklicherweise sind da noch die an.schläge, der Augustin, das Progress, die fiberMigrazine und malmoe. Auch die feministischen Formate in den freien Radios gehören vor den Vorhang geholt: etwa die großartige Genderfrequenz auf Radio Helsinki und das Sisterresist-Kollektiv (und bestimmt noch vieles mehr, das ich gerade vergesse!).

Die erste Aufgabe eines (ordentlich finanzierten) feministischen Mediums müsste die Medienkritik selbst sein, meinte Susanne Riegler, die ich für ein Porträt interviewt habe. Das sehe ich ähnlich und deshalb tut es mir auch sehr leid, dass mit meinem eingeschränkten Bloggen auch die Medienkritik zu kurz kommt. Dauernd stolpere ich über Artikel, Fotos und TV-Beiträge, die ich in Gedanken verblogge, fast täglich ärgere ich mich über sexistische Texte und feministische Leerstellen.

In den vergangenen Monaten und Jahren waren es in den österreichischen Medien vor allem zwei Phänomene, über die ich mich besonders geärgert habe. Die Studie der Agentur Media Affairs stellt (auch wenn es hier um Frauenpolitik geht) eines davon ganz gut dar: Frauenquoten und geschlechtergerechte Sprache waren die Top-Themen 2013, elementare wirtschaftliche Fragen standen am anderen Ende der Skala. Ich weiß nicht, wie oft die Bundeshymne, Lederhosen-Gabalier und das Binnen-I schon durchs Dorf getrieben wurden – es sind und bleiben die Dauerbrenner-Themen. Ja, Medien sehen sich mit Spardruck konfrontiert, jeder reißerische Aufmacher, jeder Klick und jeder Kommentar des wütenden Foren-Mobs zählen, aber die Schmerzgrenze ist bereits erreicht. Und so überhaupt gar kein, wirklich null (ihr versteht, was ich meine) Verständnis habe ich dafür, dass der ORF da mitspielt, über jeden Rülpser online abstimmen lässt und nur zu Binnen-I und Co Studiogäste in die ZIB 24 holt. Zur Erinnerung: Da war doch der öffentlich-rechtliche Kernauftrag, und der umfasst „die umfassende Information der Allgemeinheit über alle wichtigen politischen, sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und sportlichen Fragen“ und „die Förderung des Verständnisses für alle Fragen des demokratischen Zusammenlebens“.

Setzen wir die Schimpftirade fort: Meine zweites großes Ärgernis nennt sich „Modeerscheinung Feminismus“. Immer wieder lese ich vom Trend Feminismus, auch in der Falter-Beilage war zum Beispiel die Rede vom „modischen Signalwort“. Gemeint sind dann meistens Beyoncé und popkulturelle Produkte und es stört mich auch gar nicht, dass die Vermarktung von Feminismus als Hipness-Faktor besprochen wird, es ist viel mehr die unglaubliche mediale Selbstreferenzialität. Da wird nämlich so getan, als beschreibe man den feministischen „State of the Art“ und bezieht sich in Wirklichkeit nur auf Personen und Produkte, die sich exzessiv medial vermarkten bzw. vermarktet werden. Es zählt vor allem Prominenz – jeder Satz von Beyoncé hat Nachrichtenwert -, bereits bekannte Journalist_innen veröffentlichen Bücher, auch „das Internet“  (-> Twitter, #Aufschrei) scheint noch von Interesse, Parteipolitiker*innen und Aufsichtsrats-Karrierefrauen*, gelegentlich Wissenschafter*innen werden auch noch mitgenommen. Und diese Maschinerie reproduziert sich dann selbst. Aus dem launigen Essay einer Journalistin wird eine groß angelegte Schmerzensmänner-Debatte, aus dem Binnen-I ein Kampfbegriff (ich kenne keine Feministin, deren erstes und einziges Anliegen das Binnen-I wäre).

Und was fehlt jetzt meiner Ansicht nach? Die Basis. Ich ziehe jetzt einfach noch mal die Falter-Beilage (in der ich einige Texte sehr gelungen finde, aber sie liegt zufällig gerade neben mir) als Beispiel heran: Wer hier nicht vorkommt, sind queer-feministische bzw. antirassistische/antifaschistische politische Gruppen und NGOs. Das sind jene Gruppen, die medial generell untergehen (außer es gibt eine Demo, bei der Ausschreitungen erwartet werden). Dort engagieren sich nur wenige prominente Personen, sie lassen sich schwer personifizieren und sie haben meist kein Geld für Anzeigen. Noch dazu sind ihre Themen oftmals ziemlich sperrig – keine guten Voraussetzungen also. Aber es gibt sie, und es sind gar nicht wenige, die da tagtäglich kostenlose Beratungsleistungen zur Verfügung stellen, demonstrieren, sich international vernetzen, alternative Budgets erstellen, Protestbriefe schreiben, Infomaterial produzieren, Diskussionsveranstaltungen organisieren, Frauengeschichte/FLIT*-Geschichte archivieren, Soli-Feste feiern, Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit betreiben, alternative Medien herausgeben und lobbyieren. Für diese „Grundlagenarbeit“ ändert sich wenig, wenn Beyoncé „Feminist“ auf die Bühne projiziert (ach, auf Beyoncé will ich auch gar nicht losgehen, es ist nur das eine Foto, das immer und überall gezeigt wird und sich deshalb so gut als Beispiel heranziehen lässt).

Und um noch einmal den Begriff der „Basis“ zu bemühen: Medial kommen dann meist Wissenschafter*innen vor und Personen, die den Journalist*innen selbst nahestehen: die Politik-Beraterin, die Grafikdesignerin, die Künstlerin und die Studentin. Mehrheitsösterreicher*innen. Die berüchtigte Billa-Kassiererin bleibt eher Symbol der Unterdrückten (natürlich ist hier auch Selbstkritik in meine Richtung angesagt).

So, bevor dieser Beitrag unleserlich lang wird: Schimpftirade vorübergehend beendet. Diese noch dazu aus einer ganz gemütlichen Position: Ich schreibe für ein feministisches Medium und muss nicht in wenig geneigten Redaktionen für meine Themenvorschläge kämpfen. Zum Ausgleich gibt es beim nächsten Mal queer-feministische Selbstkritik. Versprochen.