We fight back!

We fight back! Feministische Revolutionsstimmung

Podiumsdiskussion + queer-feminist comedy + Vernetzung
10. Mai 2017, 19 Uhr, Akademie der Bildenden Künste Wien, Anatomiesaal

Dem US-amerikanischen Women’s March ist etwas gelungen, was schon lange keine feministische Bewegung mehr geschafft hat: breit zu mobilisieren und Kräfte zu bündeln – ohne dabei die Perspektiven marginalisierter Mitstreiter*innen auszublenden.

Auch in Polen, wo die rechtskonservative Regierung ein totales Abtreibungsverbot durchsetzen wollte, hat die Frauen*bewegung ein kräftiges Lebenszeichen gegeben, in mehreren südamerikanischen Staaten protestieren feministische Massen gegen Gewalteskalation und Machismo. In Berlin haben am Internationalen Frauentag 2017 10.000 Menschen demonstriert – und in Österreich treiben so viele verschiedene Gruppierungen feministische (Protest-)Aktionen voran wie schon lange nicht mehr. Auch ein neues Frauenvolksbegehren wird von jungen Aktivistinnen gestartet.

Gibt es gegenwärtig die historische Chance, den Backlash nicht nur zurückzudrängen, sondern dabei sogar neuen Boden zu gewinnen? Bringen feministische Bewegungen endlich „die Revolution“, auf die Linke schon so lange warten? Und braucht es dafür ein neues „Wir“ innerhalb der Frauen*bewegung?

Podiumsdiskussion mit
Le
a Susemichel, an.schläge
Jelena Gučanin, Journalistin und Aktivistin
Marty Huber, queer-feministische Aktivistin und Mitbegründerin der Queer Base
+ t.b.a.

Moderation: Brigitte Theißl, an.schläge

Anschließend proben wir den Aufstand bei Brot & Wein und feministischen
Protestsongs

+ Auftritt Denice Bourbon (queer feminist comedian): „If there won’t be any jokes at the feminist revolution, I’m not coming“

Cover 1_17

Women’s March & Co – Verlinkt

Angesichts politischer Entwicklungen in den USA und Europa sind motivierende Inhalte mehr als notwendig. So kann feministischer Widerstand aussehen:

Auch die neuen an.schläge widmen sich dem Thema „We Fight Back„. (Unsere Arbeit könnt ihr mit einem super-günstigen Abo unterstützen)

Backlash: Ganze elementare Frauen- bzw. Menschenrechte werden aktuell wieder in Frage gestellt. In Russland wurde gerade Gewalt im sozialen Nahraum zur Bagatelle erklärt – sie wird künftig weniger streng bestraft. Die nächste öffentliche Kundgebung gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen* findet in Österreich am 14. Februar vor dem Parlament statt: One Billion Rising 

My Body, My Rights! Die Initiative „She Decides“ sammelt Geld für Organisationen, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten.

Männlichkeit wird im Kontext von Migration oft als Grund für Probleme gedeutet. Susanne Spindler sieht darin eine Strategie, um von Ungleichheiten abzulenken“ – spannendes Interview auf diestandard.at

#Shepersisted – wie aus einer frauenfeindlichen Aktion gegen Senatorin Elizabeth Warren ein feministischer Slogan wurde.

Es wird gestreikt! Für den 8. März (Internationaler Frauentag) wurde in Österreich sowohl ein Frauenstreik als auch ein Streik der Alleinerziehenden ausgerufen. #WomensStrikeAustria

Keine Überraschung: Vermögen ist in Österreich extrem ungleich verteilt und wird hauptsächlich vererbt. Das zeigt der soeben veröffentlichte Sozialbericht.

Im aktuellen „Missy Magazine“ durfte ich einen Beitrag zum Thema „Rache“ beisteuern. Für die Kampagne „Mein Netz“ der Bundesjugendvertretung durfte ich zum Thema Hass im Netz bloggen

 

Die Hose von Johanna Dohnal & Love Me Gender

Aus aktuellem Anlass zwei Veranstaltungshinweise:

Aufräumen – Drei Frauen finden die Hose von Johanna Dohnal

„Das Grazer Theater im Bahnhof nimmt die Geschichte der früheren, feministischen SPÖ Politikerin Johanna Dohnal zum Ausgangspunkt für eine kritische Selbstbefragung und Bestandsaufnahme des Feminismus in Österreich. Aufräumen – Drei Frauen finden die Hose von Johanna Dohnal ist eine tiefsinnige, humorvolle und ehrliche Selbstreflexion, die herausfordert, die eigene Haltung zu überprüfen, und zeigt, dass die „Dohnalisierung der Republik noch längst nicht abgeschlossen ist“ (Kleine Zeitung). „Fundiert, pointiert, ironisch“ lobt die Jury des Bestoffstyria Preises das ausgezeichnete Stück.

Das Stück wird am 22. und 23. November um 20:00 Uhr im Veranstaltungszentrum der VHS in der Otto-Bauer Gasse gespielt.“ (Aus dem Pressetext)

Johannes Gellner

(c) Johannes Gellner

 

Ebenfalls noch aktuell: LOVE ME GENDER – Performing Feminisms
im großartigen KosmosTheater
Do, 3.11. – Sa, 26.11.

“Vier Wochen widmet das KosmosTheater heimischen und internationalen KünstlerInnen – von Newcomern bis Arrivierten – deren Arbeiten sich an den Schnittstellen zwischen gender politics, Forschung, zeitgenössischem Tanz, Musik, visueller Kunst, Installation und Theater bewegen. Im Fokus liegen unterschiedliche feministische Ansätze, künstlerisch und politisch kreative wie provokante Fragestellungen und das Interesse an Reibungsflächen.” (Aus dem Pressetext)

Verlinkt

Die neuen an.schläge sind da und widmen sich dem Schwerpunkt Mädchenarbeit & emanzipatorische Erziehung. Ich habe unter anderem einen Kommentar zu Klassismus in antirassistischen Politiken beigesteuert. Und falls ihr noch ein Weihnachtsgeschenk sucht: Wie jedes Jahr gibt es eine Abo-Aktion, bei der ihr die an.schläge-Tasche kostenlos zu einem Jahresabo dazubekommt und zugleich feministischen Journalismus unterstützt!

Zum Nachhören: „Ob Kinder oder keine, entscheiden Frauen alleine“ – Brigitte Hornyik und eine langjährige feministische Aktivistin haben mit Radio Orange über den Schwangerschaftsabbruch, die österreichische Fristenregelung und Angriffe auf das Selbstbestimmungsrecht von Frauen gesprochen.

Passend dazu: „Attacks on abortion providers have increased since the Planned Parenthood videos“ – Bericht auf Vox.com.

„Selbstbestimmt Fehlgebären“ – ein persönlicher und informativer Bericht auf umstandslos.com.

Der Frauenring hat eine Stellungnahme zur geplanten Änderung des Asylgesetzes abgegeben: „Frauenrechte sind nicht teilbar„!

Am 3. Dezember findet im Metalab in Wien der erste Netzpolitische Abend mit drei spannenden Kurzvorträgen statt. Link zum Blog

Ebenfalls am 3. Dezember wird das Erscheinen des 1. fiber-Buchs gefeiert! Im Werk in Wien erwarten euch eine Lesung, Live Acts, DJanes und eine Tombola!

Femme Fiscale ist ein Netzwerk von ExpertInnen und AktivistInnen, die sich für eine geschlechtergerechte Steuer- und Budgetpolitik einsetzen. Folgt ihnen auf Facebook und bleibt auf dem Laufenden!

Die Kampagne „GewaltFREI Leben“ präsentierte am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ihre Ergebnisse. Für JournalistInnen steht die sehr nützliche Publikation „Verantwortungsvolle Berichterstattung für ein gewaltfreies Leben“ zum Download.

Warum Klimapolitik ein Geschlecht hat – Artikel von Oona Kroisleitner auf derstandard.at.

Für Diestandard.at habe ich einen Artikel über die Situation geflüchteter Frauen und LGBTs in Österreich geschrieben.

Verlinkt

Bei den an.schlägen haben wir eine frauen*politische Interview-Serie mit Politikerinnen aus fünf Parteien gestartet. Die Interviews mit Heidi Ambrosch (KPÖ), Beate Meinl-Reisinger (Neos) und Eva Glawischnig (Grüne) könnt ihr bereits in voller Länge online nachlesen. In der nächsten Ausgabe folgt Dorothea Schittenhelm von der ÖVP.

Apropos Interviews: Auf standard.at wurden in den vergangenen Wochen zwei spannende Interviews veröffentlicht: Birgit Sauer und Sushila Mesquita sprechen über feministische Wissenschaft an den Universitäten, Alexandra Weiss über das Erbe der Zweiten Frauenbewegung.

Von 1. bis 3. Mai findet in Wien zum zweiten Mal der „Jane’s Walk“ statt. Jane’s Walks sind von Freiwilligen geführte Spaziergänge, bei denen das Erkunden des eigenen Stadtteils bzw. der Stadt und Gespräche darüber im Vordergrund stehen. Benannt wurden sie nach der Architekturkritikerin und Stadtplanerin Jane Jacobs. Jede_r kann mitmachen! Alle Termine und Infos findet ihr hier.

Die Plattform 20000frauen veranstaltet am 30. Mai eine Feministische Tischgesellschaft auf der Mariahilfer Straße. Ganz unterschiedliche queer-feministische Organisationen/Initiativen werden teilnehmen, eine Anmeldung ist nach wie vor möglich. Die Plattform stellt die Infrastruktur (Tische, Bänke) kostenlos zur Verfügung.

Über die geplante Strafrechtsreform wird medial wieder einmal auf unterstem Niveau debattiert (siehe Pograpschen). Brigitte Hornyik hat für den Frauenring eine fundierte und lesenswerte Stellungnahme verfasst.

Mutterschaft bereuen – eine Studie hat hitzige Debatten ausgelöst, auf Twitter wird unter dem Hashtag #regrettingmotherhood diskutiert. Einen lesenswerten Blogbeitrag dazu gibt es auf dem Blog Aufzehenspitzen.

Kinderarmut ruiniert das ganze Leben – so der Titel eines Berichts über die bedrückenden Fakten in Österreich.

„Wer fleißig ist und hart arbeitet, wird auch reich“ – solche und andere Mythen zerlegt die Website Mythen des Reichtums“ äußerst anschaulich.

Wenn Menschenrechte im Mittelmeer enden„: „Wir müssen uns die Menschenrechte vom Staat zurückholen“, schreibt Ralph Guth auf dem Mosaik-Blog.

„Gestern noch betrauerte die Bundesregierung die hunderten toten Flüchtlinge im Mittelmeer, heute macht sie mit der üblichen Flüchtlingsabwehrpolitik gnadenlos weiter“ – so kommentierte Alev Korun von den Grünen die abermalige Verschärfung des Asylgesetzes in Österreich.

“Just go inside!” – 2 Jahre nach dem Einsturz von Rana Plaza: Charlott auf der Mädchenmannschaft über den Einsturz der Textilfabrik in Bangladesh.

Unfassbarer Artikel auf spiegel.de: „Kritik an Gedenkfeier zur KZ-Befreiung: ‚Dieser Kontrast war beschämend'“.

Demo am Internationalen Frauentag

Aufruf-Texte zur 8.-März-Demo in Wien

Aufruf zum 8. März – Internationaler Frauenkampftag 

FrauenLesbenDemo
Treffpunkt: So, 8. März, 12 h, Stephansplatz

mit Redebeiträgen, Musik, Tanz, Trommeln, Lieder
vom Stephansplatz über Fleischmarkt, Schwedenplatz zum Praterstern

Wenn du dich bei den letzten Vorbereitungen noch einbringen willst, dich an der FrauenLesbenDemo beteiligen willst, bei den letzten organisatorischen Arbeiten mithelfen willst, die letzten Vorbereitungsplenas: Mi 4.3. und Fr. 6.3., jeweils 19h im FZ, Währingerstraße 59, Stiege 6, 2. Stock.

1484674_10206669607997960_130311358502683217_n

Flyer zum Download

UND

Liebe F*L*I*T*s [Frauen*, Lesben*, Inter*personen, Trans*],

am 8. März 2015 findet anlässlich des internationalen Frauen*tages wieder eine Demo in Wien statt. Wir wollen als Frauen*, Lesben*, Inter* und Trans*Personen diesen queer-feministischen Kampftag gemeinsam feiern und rufen daher dazu auf, sich zu einem F*L*I*T*-Block zusammenzuschließen und so zur Demo zu gehen.

Es ist uns wichtig, auf dieser Demonstration sichtbar zu sein, explizit gegen Trans*phobie und Heteronormativität aufzutreten und jenseits scheinbar klarer Geschlechtszuschreibungen aktiv an diesem Tag Raum einzunehmen.

Nicht nur Cis-Frauen sind vom Patriachat benachteiligt. Lasst uns als Transmänner*, als Transfrauen*, als Trans*personen, Lesben*, Inter*personen und Frauen* gemeinsam gegen Patriarchat, gegen Sexismus und das System von Zweigeschlechtlichkeit/Heteronormativität auf dieStraße gehen.

gegen die cis-HERRschende Ordnung
gegen die HERRschende Ordnung überhaupt
für die queer-feministische Unordnung!

Packt die Trillerpfeifen und Lieblingstrans*pis ein und kommt zum gemeinsamen Treffpunkt vor der Demo: am 8. März 2015 um 10 Uhr im Planet 10, Pernerstorfergasse 12, 1100 Wien

Dort finden wir uns als F*L*I*T* Block zusammen, um Strategien des Aufeinander-Schauens und Eingreifens unter anderem im Falle von transphoben Übergriffen zu bereden und gemeinsam aktivistisch_lustig_laut_motiviert_kämpferisch_queer-feministisch_ … auf die Demo zu ziehen.

Feministische Klasse

Diskussionsveranstaltung

20. Jänner 2015, Buchhandlung ChickLit, Kleeblattgasse 7, 1010 Wien

Start: 19 Uhr, anschließend Wein und Brot

Insbesondere seit der Finanz- und Wirtschaftskrise Ende der Nullerjahre beschäftigen sich Feminist_innen wieder vermehrt mit ökonomischen und sozialen Fragen – der Begriff der Klasse ist dabei weitgehend aus den Diskussionen verschwunden, Klassismus als klassenspezifische Diskriminierung, Ausbeutung und Marginalisierung wird im Rahmen von intersektionalen Ansätzen oftmals zu wenig beachtet. Warum ist die Klasse zum feministisch blinden Fleck geworden – und wie kann die Diskussion neu belebt werden?

Es diskutieren Julischka Stengele, Kübra Atasoy und Marty Huber, Moderation: Brigitte Theißl

Eine Veranstaltung des Vereins Genderraum.