TagGastbeitrag

Schmerzensangelegenheiten

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Gastbeitrag von Beora Gogulka und Andrea Hrastnik, Studentinnen an der Uni Klagenfurt

Anfang des Jahres wühlte der Artikel „Schmerzensmänner“ im Feuilleton der „Zeit“ den Diskurs um die Definition von Männlichkeit und Weiblichkeit erneut auf. Die Journalistin Nina Pauer erregte so manche Gemüter, indem sie behauptete, dass sich Männer der Gegenwart in einer „Identitätskrise“ befinden und zu melancholischen, hyperreflektierten, ratlosen „Schmerzensmännern“ verkommen sind.

Der „neue Mann“ sei laut Pauer „falsch abgebogen“ und habe seine „Rolle verloren“. Sie beklagt, dass sein ‚verkopftes Verhalten‘ es fast zu einer Unmöglichkeit macht, sich von ihm angezogen zu fühlen. Er sei zu verweichlicht, unsicher, wisse nicht mehr, wie und wann man(n) eine Frau erobern muss. Christoph Scheuermann erklärt auf „Spiegel-Online“, Frauen seien an dieser vermeintlichen Misere „selber schuld“. Immerhin wollten sie doch Männer, die zuhören können und sich für ihre Gefühle interessieren. Als Antwort auf die „Schmerzensmänner“ von Pauer definiert er Frauen von heute als „Optimier-Frauen“, welche „alles und jeden optimieren“ wollen. Frauen wissen nicht, was sie wollen, nur, was sie nicht wollen.

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Deutlich weniger Frauen in Diskussionssendungen

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Student_innen aus Klagenfurt haben sich TV-Diskussionsformate in Bezug auf das Geschlechterverhältnis angesehen

Wir, eine Gruppe von Studentinnen und Studenten an der Alpen Adria Universität Klagenfurt, haben uns mit den Diskussionssendungen „Im Zentrum“, „Club 2“, und „Pro und Contra“ auseinandergesetzt, da wir diese kritisch auf eine quantitative Verteilung von Frauen und Männern überprüfen wollten.

„Frauen kommen deutlich weniger in Nachrichten vor und sind im Politik- und Wirtschaftsjournalismus eine klare Minderheit. Das sind zentrale Ergebnisse des Global Media Monitoring Projects 2010 (GMMP), an dem 130 Länder weltweit teilgenommen haben. Österreich war nicht dabei.“ (karinzauner.wordpress.com)

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Migration in den Medien

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Gastbeitrag aus Klagenfurt von zwei Pädagogik-Studentinnen zum Thema „Migration“ in den Medien

Sucht man/frau auf Standard.at und DiePresse.com nach den Begriffen „Migration“ bzw. „Migrationshintergrund“, erscheinen in verschiedenen Ressorts Artikel zu diesem Thema. Wir beschränkten uns aber in der folgenden Ausführung auf den Zeitraum vom 19.05.2012 bis zum 16.06.2012. Auffällig ist dabei, dass die meisten Artikel den Ressorts Bildung (6 Treffer), Politik (5 Treffer), Kultur (7 Treffer) und Panorama (4 Treffer), vor allem in Verbindung mit Integration, zugeordnet sind. Unter dem Begriff „Migrationshintergrund“ waren wesentlich mehr Artikel zu finden als zum Begriff der „Migration“ allein. Des Weiteren gab es 3 Beiträge aus dem Ressort „Meinungen“, „Wissenschaft“ und „Gesundheit“ wurden 2-mal erwähnt und je ein Artikel in den Ressorts „Wirtschaft“, „Immobilien“ und „Inland“ war zu finden.

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Männer im Bild

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Eine weiterer Gastbeitrag von Studentinnen der Universität Klagenfurt:

Im Zentrum dieses Beitrags steht die Analyse von Pressebildern in Hinblick auf das quantitative Verhältnis von Frauen und Männern in ausgewählten deutschsprachigen Wochenzeitschriften: Profil (Heft 24/2012 vom 11.6.2012), der Spiegel (Heft 24/2012 vom 11.6.2012) und News (Heft 24/2012 vom 14.06.2012). In erster Linie wollen wir damit herausfinden, ob ein Unterschied in der quantitativen Verteilung bildlicher Darstellungen von Frauen und Männern besteht. Gezählt wurden zum einen Bilder, auf denen Männer und Frauen entweder alleine oder gemeinsam zu sehen waren und zum anderen, wie viele Frauen und Männer in den Zeitschriften präsent waren. Werbeanzeigen wurden dabei nicht mit einbezogen.

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BEEF! Fleisch ist sein Gemüse?

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Das Koch-Magazin „Beef“ hat vor Kurzem von der Diestandard-Redaktion eine Zitrone verliehen bekommen. Ellen Hoppenbrouwers und Nina Kowalczyk haben sich das „Beef“ ebenfalls angesehen und sich Gedanken über die Verbindung von Fleischkonsum und Männlichkeit gemacht:

BEEF! Fleisch und Männer

FLEISCH IST SEIN GEMÜSE?

Männer haben das Kochen als Hobby entdeckt. Es ist eine produktive Tätigkeit, die zufrieden und satt macht. Doch wie holt man das Kochen aus dem „Fraueneck“? Zuerst eroberten die Männer das Grillen, das bis heute eine typische Männerdomäne zu sein scheint. Die Verbindung von rohem Fleisch, Feuer und (potenzieller) Gefahr stützt das archaische Bild des Steinzeit-Jägers. Durch die Technik hat sich für Männer der Fokus beim Kochen verschoben und die Attraktivität der Lebensmittelzubereitung gesteigert. Kochen wird hier nicht als Alltagsbeschäftigung, sondern als Event verstanden. Dabei ist Fleisch das Herzstück von Männlichkeit in der Küche. Der technische und handwerkliche Aspekt wird konstruiert durch Feuer, Männlichkeit und Gefährlichkeit. Es geht darum, ein „erlegtes“ Tier formvollendet zuzubereiten.

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